Brick|film ['brɪkfɪlm], der; -s, -e <engl. »Klötzchenfilm«>: Animationsfilm in Stop-Motion-Technik, der überwiegend mit Lego® und anderem Klicksteinmaterial gedreht wurde.

Brick|board ['brɪkbɔːd], das; -s, - <engl. »Klötzchenbrett«>: DIE deutschsprachige Community-Seite für alle Brickfilmer und Brickfilm-Interessierte!

„How fan films shaped The Lego Movie“ →

Aus den Reihen der Brickfilmer gab es viel Lob für den Lego-Kinofilm „The Lego Movie“ von 2014.
Diese sehenswerte Doku zeigt noch einmal detailliert die Vorgehensweise der Filmemacher auf, aus „The Lego Movie“ eine Hommage an die Brickfilmszene zu machen. Das reicht von der Beleuchtung über digital eingefügte Finderabdrücke bis zu direkten Verweisen auf tatsächliche Filme. Am offensichtlichsten ist die Hommage an den Klassiker „The Magic Portal“. In der Doku wird aber sogar Material der HARPO-Studios gezeigt und damit auch den Anfägen des deutschsprachigen Brickfilms gedacht. Auf jeden Fall ist es sehr schön zu sehen, wieviel Recherche und Mühe die Entwickler des Films in diese kleinen Details gesteckt haben, die eigentlich nur für ein paar Eingeweihte verständlich sind. Vielleicht sind es nach dieser Doku ein paar mehr.

Diskutiert werden kann in diesem Thread.

Veröffentlicht von am 19. Juni 2017 um 23:10 in Allgemein

#StopmotionSonntag 7: The River →

Jeden Sonntag präsentiert das Brickboard einen besonderen Brickfilm. Egal ob Blockbuster oder Avantgarde, ob Klassiker oder brandneu, ob lustig oder dramatisch – wir möchten die Vielfalt des Brickfilms abbilden!

Diese Woche geht es auf eine mystische Kanutour entlang des titelgebenden Gewässers. Gemeint ist allerdings nicht Knausers neues Vater-Sohn-Epos „Der Donnerfluss“, sondern der etwas ältere Film „The River“ von Night Owl.

Der Fluss – eine Metapher, deren Bedeutung im Film nicht augelöst wird. Ein Soldat wird in einer fatalen Schlacht verlässt, und unternimmt eine Reise – wohin eigentlich? Durch seinen Geist? Durch die Geschichte der Menschheit? Die Geschichte des Planeten? Vom Leben in den Tod? Vom Tod zurück ins Leben? Vieles bleibt vage in diesem Film, nicht bloß inhaltlich, sondern auch bildlich. Konturen verschwimmen, Schatten legen sich über Gesichter, weiche Blenden in jeder Einstellung und am Ende ein weißes Nichts, in dem der Kahn paddelt. In der anglophonen Brickfilm-Welt für seine „Great Cinematography“ gelobt, wurde dieser Brickfilm in einer entsprechenden Diskussion als Beispiel angeführt für Filme, die gut aussehen und wenig erzählen. Technisch perfekt ist er in jedem Fall, und vielleicht muss man sich von dem Gedanken lösen, dass ein Filmemacher einem auch immer eine tiefergehende Bedeutung auf den Weg geben will und nicht einfach einen schönen Film drehen wollte.
Hier findet sich der offizielle Thread zum Film.

Veröffentlicht von am 18. Juni 2017 um 19:30 in Allgemein

#StopmotionSonntag 6: Resident Evil →

Jeden Sonntag präsentiert das Brickboard einen besonderen Brickfilm. Egal ob Blockbuster oder Avantgarde, ob Klassiker oder brandneu, ob lustig oder dramatisch – wir möchten die Vielfalt des Brickfilms abbilden!

Heute greifen wir wieder ganz tief in die Schatzkiste des Brickboards und zeigen euch diesen Horror-Brickfilm über den Ausbruch einer mysteriösen Krankheit in einer kleinen Stadt.

Es ist nicht allzu schwer, einen Film zu parodieren, bloß indem man ihn mit Bauklötzen umsetzt. Alles, was im Original ernst oder sogar bedrohlich wirkt, kommt aus dem Mund einer kleinen gelben Plastikfigur schon wieder ganz anders rüber. Umso schwieriger ist es also, einen Brickfilm zu drehen, der tatsächlich spannend und unheimlich ist und es geschafft hat, die Niedlichkeit einer Welt aus Lego in den Hintergrund zu drängen. Bei diesem Lego-Zombie-Klassiker gelingt das vor allem durch die Lichtgestaltung: Autoscheinwerfer, flackernde Neonröhren in Unterführungen und das halbdunkle Dämmerlicht über jeder Szene des Films lassen keinen Zweifel daran, dass wir uns in einer Welt bewegen, in der jederzeit etwas aus den Schatten angreifen kann.
Im zugehörigen Thread liest man viel Lob – laut mert ist es bloß schade, dass die Filmemacher die Lego-Studios-Kamera benutzt haben. Ausgehend von unseren heutigen Sehgewohnheiten muss zumindest ich dazu sagen: Wie schön, mal wieder einen alten verpixelten und verrauschten Brickfilm zu sehen. In einer Zeit, in der jeder Brickfilm kristallklar und scharf aussehen kann, sollte man wieder überlegen, ob die Qualität der Aufnahme nicht schon ein Stilmittel für sich ist. Für diesen Zombiefilm passt es auf jeden Fall perfekt, vielleicht heute sogar besser als noch vor 12 Jahren, als alle nach optischer Perfektion strebten.
Falls noch jemand eine funktionstüchtige Kamera des Lego Movie Maker Sets hat – ich hätte Interesse! 😉

Veröffentlicht von am 11. Juni 2017 um 19:00 in Allgemein

#StopmotionSonntag 5: Dane Cook gets slapped by a hobo with a fish →

Jeden Sonntag präsentiert das Brickboard einen besonderen Brickfilm. Egal ob Blockbuster oder Avantgarde, ob Klassiker oder brandneu, ob lustig oder dramatisch – wir möchten die Vielfalt des Brickfilms abbilden!

Heute wird international bekannter Film vorgestellt, der zu seiner Zeit einen regelrechten Hype auslöste und heute noch im weltweiten Brickfilm zitiert wird.

Dieser Film steht stellvertretend für die gewaltige Welle an Imitationen und Parodien, die er (vor allem im anglophonen Brickfilm) ausgelöst hat. In diesen Filmen kommt jedes Mal der Comedian Dane Cook auf die absurdeste Art und Weise zu Schaden – er wird mit einem Fisch verprügelt, von einem Elefanten auf einem Fahrrad erschlagen oder dem Sonnengott geopfert. Ihren Witz ziehen die Filme aus ihrer Vorhersehbarkeit: Der Titel verrät uns genau, was Dane Cook diesmal widerfährt, außerdem werden im Vorspann noch einmal sämtliche Protagonisten (Dane Cook, a Hobo, a Fish) ausführlich vorgestellt. Die Pointe selber scheint einem alten Monty-Python-Sketch entlehnt, und auch der Einsatz der gezeichneten Hände und das französische „Fin“ erinnern stark an deren Flying-Circus-Show.
Dass dieses Format so begeistert aufgenommen und begierig kopiert wurde, hat wohl mehrere Gründe. Zunächst sind es kurze Filme, die wenig Animation benötigen – dafür umso mehr Kreativität beim Ausdenken schrecklicher Strafen für Dane Cook. Dadurch fühlten sich wohl viele Filmemacher angespornt, noch absurdere Qualen zu erdenken und diese in Lego umzusetzen. Da der Witz auf seiner Vorhersehbarkeit beruht, schadet ihm die Wiederholung nicht, sondern unterstützt dieses Prinzip sogar noch.
Mehr Infos und ein paar Links zu weiteren Dane-Cook-Filmen liefert das entsprechende Brickfilm-Wiki.
Im deutschsprachigen Brickfilm taucht Dane Cook erstmalig im Film Paragraph von golego und nichtgedreht auf, auch wenn ihm hier ein schlimmes Schicksal erspart bleibt.
Nach einem ganz ähnlichen Prinzip funktioniert die „Glasses“-Serie der österreichischen Brickfilmer A&M Studios und Legostudio01. Auch hier ist die Pointe schon am Anfang klar, nur der Weg dorthin wird originell aufgearbeitet.

Veröffentlicht von am 4. Juni 2017 um 19:00 in StopmotionSonntag

#StopmotionSonntag 4: Ein echter Matrose →

Jeden Sonntag präsentiert das Brickboard einen besonderen Brickfilm. Egal ob Blockbuster oder Avantgarde, ob Klassiker oder brandneu, ob lustig oder dramatisch – wir möchten die Vielfalt des Brickfilms abbilden!

Mittlerweile sind die meisten Steinerei-Besucher schon wieder aus Kaiserslautern in die Heimat zurückgekehrt – genau die richtige Zeit für den #StopmotionSonntag!
Die Kombination aus Realfilm und Trickfilm ist für viele Brickfilmer verlockend – wenige haben sie derart zu ihrem Markenzeichen erhoben wie Ivan Dubrovin. Da an diesem Wochenende sein neuer Film „Das Dorf“ bei den Deutschen Filmfestspielen des BDFA gezeigt wird, sei an dieser Stelle noch einmal an einen seiner früheren Filme erinnert.

Den Thread zum Film findet ihr hier.

Veröffentlicht von am 28. Mai 2017 um 19:00 in StopmotionSonntag

#StopmotionSonntag 3: Das Wort →

Jeden Sonntag präsentiert das Brickboard einen besonderen Brickfilm. Egal ob Blockbuster oder Avantgarde, ob Klassiker oder brandneu, ob lustig oder dramatisch – wir möchten die Vielfalt des Brickfilms abbilden!

Vor fast genau zehn Jahren am 19. Mai 2007 fand in Hannover die dritte Steinerei statt. Einer der aufwändigsten und kontroversesten Beiträge war damals „Das Wort“ von Manuel Wolff. Für die einen ein geniales Science-Fiction-Epos auf vielen Ebenen, für die anderen ein unverständliches Effektfeuerwerk, das Tiefe bloß suggeriert. Bildet euch selbst eure Meinung!

Hier kann man die folgende interessante und amüsante Diskussion noch einmal nachlesen.

Veröffentlicht von am 21. Mai 2017 um 19:00 in Allgemein

#StopmotionSonntag 2: Paint. →

Jeden Sonntag präsentiert das Brickboard einen besonderen Brickfilm. Egal ob Blockbuster oder Avantgarde, ob Klassiker oder brandneu, ob lustig oder dramatisch – wir möchten die Vielfalt des Brickfilms abbilden!

Heute: Paint von CheesyBricks. Ein Film mit einer einfachen Idee, die tadellos umgesetzt wird – ganz im Stil von Stopmotion-Klassikern wie „Western Spaghetti“. Viel Spaß!

Veröffentlicht von am 14. Mai 2017 um 19:00 in Allgemein, StopmotionSonntag

#StopmotionSonntag 1: Ein geflügeltes Wort →

Jeden Sonntag präsentiert das Brickboard einen besonderen Brickfilm. Egal ob Blockbuster oder Avantgarde, ob Klassiker oder brandneu, ob lustig oder dramatisch – wir möchten die Vielfalt des Brickfilms abbilden!

Den Anfang macht dieser schlichte, aber schöne Brickfilm der 0711 Nordlichter, der für die Steinerei 2007 gedreht wurde. Gedreht im Puppenhaus-Stil, mit vielen kleinen Details und einer überraschenden Pointe. Viel Spaß!

Hier geht’s zur Diskussion im Brickboard.

Veröffentlicht von am 7. Mai 2017 um 19:00 in Allgemein, StopmotionSonntag

Impressum & Datenschutzerklärung | © 2015 Brickboard-Team