Wenn ich an gute Horror Filme denke, denke ich keinesfalls an die klassische „Viel-Blut-und-ständig-Jump-Scares“ Nummer. Damit kann ich meistens wenig anfangen.
Viel mehr gefällt mir Psycho-Horror - praktisch verstärkter Thriller. Wenn mit der Atmosphäre gearbeitet wird.
Genau so ein Film ist „Pertinacious Protocol“.
Durch die Erzählweise und das Nuscheln eines der Charaktere ist es zugegeben gar nicht so einfach, beim ersten mal schauen genau herauszufinden, was eigentlich passiert.
Das ist allerdings gar nicht so schlimm, denn das Gefühl wird vermittelt - man versteht genug.
Das Set Design und die Cinematography erzählen genauso viel, wenn nicht mehr als der Monolog des Caretakers.
So sieht man beispielsweise als eins der ersten Visuals im Raumschiff Schläuche, durch die Blut fließt. Sie tauchen immer wieder auf und erst am Ende erfährt man, wo es hinführt - was es bedeutet.
Die Kamerabewegung verstärkt die Emotionen, offenbart neue Informationen und ist dabei nicht aufdringlich, dass man das Gefühl hätte, jemand wolle unbedingt zwanghaft irgendwas krasses machen.
Das Voice Acting ist sehr gut - wenn auch nicht 100% verständlich, aber wie gesagt ist das auch gar nicht nötig.
Ich kann diesen Film nur wärmstens empfehlen.
Viel Spaß!