Filme, die nicht zur Steinerei 2009 passen

  • am 24.05.2009 10:21
    Der Organisator muss mal wieder einer unangenehmen Pflicht nachkommen. Ich zitiere aus den Regeln:
    §2
    Eingereicht werden können alle Filme, die
    [...]
    c) einen für den Organisator, die Jury und das Publikum erkennbaren Bezug zum Wettbewerbsthema "Fünf" haben (siehe dazu §5)

    §5
    Das Thema des Wettbewerbs der "Steinerei 2009" lautet "Fünf". Alle eingereichten Filme müssen diesem Thema entsprechen, d. h. sie müssen es in irgendeiner Form beinhalten oder sich inhaltlich damit auseinandersetzen. [...]
    Für den Organisator gibt es bei zwei Filmen keinen erkennbaren Bezug zum Wettbewerbsthema "Fünf". Weder beinhalten sie das Thema noch setzen sie sich inhaltlich damit auseinander. Es ist lediglich jeweils einmal die Ziffer 5 zu sehen, mehr nicht. Genau so wie Autoreifen, Superhelden, Legosteine, Raumschiffe, Bäume und viele andere Sachen. Das Thema hätte bei diesen Filmen dann auch "Autoreifen", "Superhelden", "Legosteine", "Raumschiffe" oder "Bäume" heißen können, es hätte keinen Unterschied gemacht. Aus diesem Grund - und nur aus diesem Grund, nicht wegen irgendwelcher qualitativer oder ideologischer Gründe - werden die beiden Filme nicht zur Steinerei zugelassen. Es tut mir leid.

    Es handelt sich um die Filme von A. und von Legoander.
  • am 24.05.2009 20:05
    Dass der Film nicht zugelassen wurde, kann ich akzeptieren. Die Begründung allerdings nicht, dagegen verwehre ich mich. Der Bezug zur 5 findet sich allerdings in einer abstrakten, mathematischen Ebene und mag daher in erster Hinsicht nicht so auffällig sein wie in manch einem narrativen Film. Es tauchen bestimmte Dinge zum Beispiel nur einmal alle 5 Bilder auf. Aber auch filmgeschichtliche und musikalische Bezüge zur Zahl 5 sind eingebaut. Der Film trieft geradezu von Anspielungen auf die 5. Ein optoakustisches Bombardement dieser Zahl!
    Jedoch muss ich zugeben, dass es ebenso meine Absicht war nur ein Skelett anzubieten. Eine zweite Stufe also, hinter der offensichtlichen Anspielung auf die 5. Dies einzig in der Tradition vieler Künstler (mit Bezügen zur Zahl 5!), deren Werk sich in der Vielzahl der Rezeptionen der Betrachter vollendet. So ist der Film ebenso nur ein von mir erbautes Skelett, das der Betrachter selbst mit Fleisch, Blut und auch Fäkalien zu füllen hat. Dass ich diesen Betrachter weit überschätzt habe, erkenne ich nun. Dass der Film allerdings keinen Bezug zur 5 hat, dieses zu widerlegen ist mit hoffentlich gelungen.
    Wenn ich ihn die Woche über hochgeladen habe, kann sich ja jeder selbst sein Bild davon machen.
    A.

    edit:
    Es ist lediglich jeweils einmal die Ziffer 5 zu sehen
    Allein dieser Satz ist so nicht korrekt. Selbst wenn die Ziffer 5 nur einmal eine bestimmte Zeit zu sehen wäre(was in meinem Film definitiv falsch ist), so wäre es doch eine Bildfolge Einzelbildern. Man sieht die 5 also nicht nur einmal, sondern sehr sehr oft. Das nur am Rande..
  • am 24.05.2009 22:34
    Das Filme im Vorfelde disqualifiziert werden, ist grundsätzlich immer schade ...

    Bei der Antwort von A. bin ich mir allerdings nicht sicher, ob die ganz ernst gemeint war ...
    Es tauchen bestimmte Dinge zum Beispiel nur einmal alle 5 Bilder auf.
    Das wird ein Betrachter kaum erkennen können.
    Auch bei der Erstellung ist das sicherlich schwierig, da man z.B. mit 15 fps filmt und dann für die DVD nach 25 fps konvertiert.
    Aber auch filmgeschichtliche und musikalische Bezüge zur Zahl 5 sind eingebaut. Der Film trieft geradezu von Anspielungen auf die 5. Ein optoakustisches Bombardement dieser Zahl!
    An anderer Stelle hattest du deinen Film vorab als "abstrakt und tonlos" angekündigt.
    Da hast du wohl noch einiges eingearbeitet.
    Es ist lediglich jeweils einmal die Ziffer 5 zu sehen
    Allein dieser Satz ist so nicht korrekt. Selbst wenn die Ziffer 5 nur einmal eine bestimmte Zeit zu sehen wäre(was in meinem Film definitiv falsch ist), so wäre es doch eine Bildfolge Einzelbildern. Man sieht die 5 also nicht nur einmal, sondern sehr sehr oft. Das nur am Rande..
    Als Betrachter nehme ich in der Regel einen Film nicht in Einzelbildern wahr.
    Ich habe aber auch schon Filme gesehen, die bei äußerst niedriger fps erstellt wurden, und mir dadurch wie eine Diashow vorkamen ...

    Ich bin trotz allem schon gespannt auf deinen Film, auch wenn er nur ein "Skelett" ist (oder vielleicht gerade deshalb). Du solltest ihn uns auf keinen Fall vorenthalten!

    Gruß, Dirk.
  • am 25.05.2009 06:19
    Ich bin trotz allem schon gespannt auf deinen Film, auch wenn er nur ein "Skelett" ist (oder vielleicht gerade deshalb). Du solltest ihn uns auf keinen Fall vorenthalten!
    Er wird auch dem Publikum nicht vorenthalten werden. Wie schon im letzten Jahr werden wir alle Filme, die nicht zum Wettbewerb zugelassen wurden (auch die, die durch die Brickfilmer-Abstimmung ausscheiden), zeigen. Da das Rahmenprogramm in diesem Jahr schon um 11 Uhr anfängt, muss sogar vermutlich niemand seine Pause opfern.
  • am 25.05.2009 14:57

    Er wird auch dem Publikum nicht vorenthalten werden.
    Doch wird er. Ich habe den Film gerade zurückgezogen.
  • am 25.05.2009 15:06
    Warum das denn???
  • am 25.05.2009 15:10
    hallo
    mario,

    ich kann a. gut verstehen,
    jeder von uns würde gerne
    seinen filM auf dem festival
    laufen wissen
    und nicht nur
    tüdelchen unten
    unter ferner liefen
    tüdelchen oben.

    vielleicht können wir es irgendwie mal schaffen,
    das orgateaM davon zu überzeugen,
    diese regelung ist nicht im sinner aller,
    vielleicht hat ja einer eine gute idee
    und ich wäre der erste,
    der froh darüber wäre.

    fun and sun

    pri and sac
  • am 25.05.2009 15:22
    diese regelung ist nicht im sinner aller,
    Welche Regelung meinst Du denn? Dass Filme dem Wettbewerbsthema entsprechen, oder dass nicht alle Filme im Wettbewerb sind?

    Letzteres ist ein Kompromiss, dass der nie besonders glücklich war, davon muss man glaube ich keinen überzeugen. Ob ein Festival ein Thema haben muss, darüber kann man natürlich diskutieren. Mir hat es in den letzten Jahren durchaus beim Entwurf der Filme geholfen (dieses Jahr weniger, aber das ist nun mal so). Das Thema ist, wie mert schon mal schrieb, als "Katalysator" gedacht. Das kann helfen und dann muss man sich aber auch drauf einlassen.

    Mirko
  • am 25.05.2009 15:29
    hallo
    mirko,

    ich meinte selbstverständlich
    die juryvorführung / nicht -regelung.

    ich dachte das wäre mit
    dem in tüdelchen deutlich geworden.

    fun and sun

    pri and sac
  • am 25.05.2009 17:30
    ich kann a. gut verstehen,
    jeder von uns würde gerne
    seinen filM auf dem festival
    laufen wissen
    und nicht nur
    tüdelchen unten
    unter ferner liefen
    tüdelchen oben.
    Sorry, da muss ich widersprechen.

    Die Chance, dass der eigene Film in einem Kino vor Live-Publikum gezeigt wird, ergibt sich ja auch nicht alle Tage ...

    Wenn jemand wirklich viel Mühe und Herzblut in seinen Film gesteckt hat, dann würde er ihn dennoch stolz präsentieren wollen.

    Dieses "unter ferner liefen" hatten wir die letzten Jahre auch schon. Das waren dann die "Pausenfüller", die nur für den Publikumspreis antraten, aber nicht wirklich eine Chance hatten, da die Jury sich gerade über die "guten" Filme beriet ...

    Ich selbst war auch enttäuscht, dass mein Film vor zwei Jahren nur in die zweite Startgruppe kam. Ich wäre aber niemals auf die Idee gekommen, meinen Film daraufhin zurückzuziehen.

    Vielleicht überlegt es sich A. ja doch noch ...

    Gruß, Dirk.
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