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Steinerei 2007 - Holgor's "Was wäre wenn...?"

Hier könnt ihr eure fertigen (!) Brickfilme vorstellen oder eine konstruktive Kritik zu anderen Filmen beitragen.

Steinerei 2007 - Holgor's "Was wäre wenn...?"

Beitragvon Holgor » 20.05.2007, 01:07

Hallo, Kinder.

Trailer: OGG, Spiegel | RM, Spiegel | 2,6 MB, 54s.

Film:
Englisch: OGG, Realmedia, Stream.
Deutsch: OGG, Realmedia .
42 MB, 11,30min, OGG-Format (mit VLC abspielen).

Ein paar mickrige Behind-the-scenes-Fotos gibt's hier bei Brickshelf.

Eine Realmedia-Version kommt, nachdem der TTC-Contest bei brickfilms.com beendet wurde. Der Deal ist allerdings der gleiche wie beim Trailer: Die OGG-Version ist ein *bischen* verschwommen, was am dürftigen Adobe MPEG Encoder von Premiere liegt. Anders kriege ich den Film eben nicht aus Premiere raus. Weiß da jemand ein besseres Export-Plugin?
Die Realmedia-Version ist chön charf, ruckelt dafür aber in schnellen Szenen, und das Bild wird kurzzeitig blockartig. Liegt wohl auch am RM-Exportplugin für Premiere. Wieder darf jemand, der was Besseres hat, ruhig Bescheid sagen.

Ansonsten bin ich schon recht enttäuscht. Nicht, weil die Gewinnerfilme schlechter waren, aber ich bin mal moralisch so abgewrackt und gebe zu, dass ich teilnehme, um zu gewinnen. Olympischer Gedanke schön & gut, Leinwand gucken auch, aber der 1. Platz ist doch so viel mehr wert. (Also nur symbolisch, Preise sind mir egal, außer es sind viele Euro :D) Dass sich die Jury so auf das schlechte Timing konzentriert, hätte ich nicht gedacht. Aber zugegeben, auf das Timing (vor allem während der zweiten Hälfte, wo sich eben einige Sachen wiederholen) sprechen mich die meisten meiner Zuschauer an, dass das der einzig valide Kritikpunkt sei.
Außerdem stellt dieser Film so ziemlich das Maximum meiner Fähigkeiten dar. Mehr geht nicht, da ist end of line. Und wenn das nicht reicht.

Morgen schreibe ich dann mal was zu den vielen anderen grandiose Filmen, wenn ich ein bischen wacher bin.

Tüdelü, Holgor
Zuletzt geändert von Holgor am 27.05.2007, 14:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Hendrik » 20.05.2007, 01:21

Ach komm, ich fand, dass der Film gerade durch die Laengen gelebt hat! Wenn man schon ein Maximum von einer Viertelstunde hat, dann kann man das ruhig ausnutzen.Vor allem der Plot mit dem geaenderten Sprichwort war genial, und diese Maennchen-Witze (also dieses Umbauen im Laufen und außeinanderfallen und so) hat mir auch echt gut gefallen, weil es einfach so schön in das Genre reinpasst. Und den ersten Platz hattest du ja beim Videoslam, auch wenns da nicht so "Brickboard-intern" war. Also, halten sie es oben, und naechstes mal gewinnt ein Holgor-Film! :D
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Beitragvon Flip » 20.05.2007, 01:36

Ja, halten Sie es oben! :haha:

Ne also seh ich genauso, bei dem anderne Wettbewerb haste ja gewonnen und der Film ist ja echt geil, genau die beiden schon von Hendrik angesprochenen Dinge fand ich auch besonders gut! :d:
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Beitragvon Kilian » 20.05.2007, 12:11

Außerdem stellt dieser Film so ziemlich das Maximum meiner Fähigkeiten dar. Mehr geht nicht, da ist end of line.


Das dachten wir letztes Jahr mit Rotkäppchen auch. Und jetzt haben wir einen der Preise gewonnen, also Kopf hoch! :)
Eigentlich dachte ich ja wir hätten gegen deinen Film keine Chance... ;-)
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Beitragvon Fenrir » 20.05.2007, 16:18

Ich fand den Film ganz grosse Klasse.
Er war einer meiner Favoriten, wobei ich dieses Jahr einige Favoriten hatte (wie bereits erwähnt)

Die Effekte waren bei dir mal wieder ganz grosse Klasse. Der Becher, das Springen, schliddern, das Telefon, u.v.m.

Die Musik hat wie die Faust aufs Auge gepasst und auch eine Menge zum Film beigetragen. Hab jetzt im Abspann nicht genau hingesehen, war die selbstgemacht oder von einer Band?

Zur Bildquali, Animation, Set, Drehbuch denk ich muss ich nichts sagen, war alles in typischer Holgor manier in Ordnung.
Könntest vielleicht tatsächlich mit der Kompression nochmal gucken ^^
ist aber kein Muss.

Gruss
P.
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Beitragvon Felix » 20.05.2007, 16:23

Ich hoffe der Videojam-Sieg wird die Schmach irgendwie lindern können, aber mit dir über deine Einstellung zum "Verlieren" zu reden ist wahrscheinlich eher zwecklos ;P

Mein einziges großes Manko an dem Film ist und bleibt die Paint-Einlage die man wunderbar mit Lego hätte lösen können!

Davon abgesehen nehme ich an, dass viele das Gefühl hatten den Film zwei mal zu sehen. Zwar unterscheiden sich die beiden Versionen der Story in kleinen Details, irgendwie geht davon aber so einiges einfach unter, weil man im ersten Durchlauf vielleicht nicht allzusehr darauf geachtet hatte - übrig bleibt eben viel wiederholtes Bildmaterial. Eine Lösung a la "Der Auftrag" wäre da vielleicht hilfreich gewesen, wobei du höchstwahrscheinlich nicht mit zwei identischen Kameras aufwarten konntest, geschweige denn von deiner wirklich sehr angenehmen Bildqualität abweichen wolltest.

Deine ewige Bürde: der Steinemangel, wurde diesmal souverän gelöst, großes Lob dafür.

Geben Sie es niemals oben!

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Beitragvon mario72 » 20.05.2007, 16:58

Hm...
Ich muss gestehen, ich hatte - wie andere auch - sehr viele Favorieten auf den ersten Platz. und ich muss auch zugeben, dass ich, als ich Mirko´s Film gesehen habe, gewusst habe wohin dieses Jahr der Preis wiedereinmal hingehen würde.
Trotzdem hattest Du mit "Was wäre wenn" auch bei mir einen Platz in den Favoriten. Denn der Film IST NICHT schlecht. Mir und meiner Frau hat er sehr gefallen, alleine die Geschichte selber hat gefallen...

Ok, ich gebe auch zu, dass wir auch gedacht haben, dass man das erste "zurückspulen" hätter verkürzen müssen. Wenn nicht ogar gäntlich streichen können. Aber ein "andeuten" hätte es bestimmt für den Film interessanter gemacht.
Vieleicht gibt es ja ein "Director´s Cut", in dem Du das einfach mal ausprobierst????

So, jetzt sag ich mal was, was ich mir lieber hätte verkneifen sollen aber:
WAS erwartest Du von einer Jury, die von legofilmen ÜBERHAUPT KEINE AHNUNG hat? Das hast Du doch an der Kritik gesehen:
"Mir hat die Musiküberhaupt nicht gefallen, immer das gleiche düdeldü..."
"Ähm, also ich wollte ja gerade sagen, DASS mir die Musi gefallen hat, sie war schön Lego-Mässig..."
Ich mein: HALLO????
Ob künstlerisches Verständniss hin oder her, aber das past vorn und hinten nicht! Da passt Stefan´s Geflügeltes Wort "Über Geschmack lässt sich nicht streiten"...

Vielleicht solltest Du an einem Arbeiten:
Dem Gedanken, Gewinnen zu wollen.
Denn der Olympische Gedanke kann soooooo schön sein... :)
Zum Teufel mit der Rechtschreibung -
Ich will EDITH behalten!

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Beitragvon batze » 20.05.2007, 19:45

Dieser Film war auch mein Favorit. Echt super auch wenn tatsächlich an der einen Stelle hätte gekürzt werden können.
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Beitragvon Boettcher Productions » 21.05.2007, 00:43

Der Film gehörte zu meinem persönlichen Favoritenkreis - leider konnte man aber nur eine Stimme abgeben ...

Genial, wie nach dem vermeintlichen Abspann, die Geschichte ihr eigentliches Ende findet ...
Über die unnötige Länge des Mittelteils wurde ja schon geschrieben. Die vielen überraschend neuen Animationen nutzen sich ab, wenn man sie das dritte Mal sieht ...

Was ich ebenfalls nicht optimal fand, war die Sprachqualität. Eventuell zu starke nachträgliche Rauschunterdrückung ...?

Noch eine absolute Kleinigkeit, die mir auffiel:
Die Beschriftung des Siegerpodests wirkte "dilletantisch" und stand im krassen Gegensatz zu der sonstigen Qualität des Films. Absicht ...?

Trotz der kleinen Kritik, alles in allem einer der besten Festival-Filme!

Dirk.

Zu der verpassten Siegchance ...
Irre ich mich oder nimmt der Film nicht noch an weiteren Wettbewerben teil ...?
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Beitragvon snake22 » 23.05.2007, 19:24

Holgor, dein Film gefällt mir wirklich gut.
Ich fands nur eher am Anfang etwas träge. Das Zurückspulen hat vor allem wegen der passenden Hintergrundmusik gefallen, das danach auch.
Nette Ideen waren auf alle Fälle drinnen (so etwas gefällt mir besonders :D ).
Zum Beispiel das trennen von Ober- und Unterkörper der Hauptfigur und der Nachspann.

Nimms doch nicht so schwer mit dem nicht-gewinnen. Vor allem, da du bei einem anderen Wettbewerb ja eh gewonnen hast, willst du unbedingt überall gewinnen?
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Beitragvon Holgor » 23.05.2007, 22:58

Danke für die Kommentare und die netten Worte.
Muss ich mir wohl selbst zuschreiben, nachdem ich geschrieben habe, wie enttäuscht ich bin, dass hier so viele darauf eingehen. Aber das müsst ihr nicht, konzentriert euch besser auf den Film! ;) Wollte halt nur am Anfang den Zusammenhang erklären, dass der Film das Maximum meiner Fähigkeiten darstellt. Und wenn man dann damit nicht gewinnt, ist das schon... ernüchternd.

Fenrir: Die Musik ist von einem Kumpel (ganz simpel gesampled), kann man sich hier runterladen.

Dirk: Ja, ich hab tatsächlich starke Rauschunterdrückung benutzt. Gutes Ohr! Sei dir versichert, dass das Ergebnis trotz schlechter Quali immer noch besser ist als die unbehandelte Aufnahmen. Vor jedem Film nehme ich mir vor, mir ein richtiges Mikro zuzulegen. Vielleicht wird's ja was beim nächsten Film...

Dass man das Tesafilm so stark sieht (beim Podest und den Filmplakaten) stört mich auch, hat mich nur damals beim Filmen nur irgendwie nicht genug gestört...

Der Film macht noch beim brickfilms.com-TTC-Wettbewerb mit. Da rechne ich mir allerdings keine hohen Chancen aus. Meine Vermutung: Quigibo's "Writer's Block" wird gewinnen.

Und da ich den Videoslam gewonnen habe (ein Sieg, der echt nix wert ist, vertraut mir), tritt mein Film Mitte Juni am 17. internationalen Videofestival am Grand Videoslam gegen vier andere Videoslam-Gewinner an. Keine Ahnung, was das für eine Veranstaltung ist oder was für Filme da antreten. Meiner wird wohl der einzige Legofilm sein. Updates gibt's dann natürlich hier.

Mario: Über eine neue Fassung hab ich auch schon nachgedacht. Das erlaubt mir mein Stolz aber irgendwie nicht, eine publikumsgerechtere Version zu schneiden. Schließlich ist der "lange" Film ja schon der Director's Cut (wortwörtlich), und den Film an den Publikumsgeschmack anzupassen ist irgendwie... Na, damit gebe ich ja zu, dass er mir nur deswegen nicht gefällt, weil es dem Publikum nicht gefällt. Not good. Da lebe ich lieber mit den Längen, die der Film zweifelsohne hat.

Ende der klärifizidierenden Worte,
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Beitragvon Boettcher Productions » 23.05.2007, 23:23

Holgor hat geschrieben:Dirk: Ja, ich hab tatsächlich starke Rauschunterdrückung benutzt. Gutes Ohr! Sei dir versichert, dass das Ergebnis trotz schlechter Quali immer noch besser ist als die unbehandelte Aufnahmen. Vor jedem Film nehme ich mir vor, mir ein richtiges Mikro zuzulegen. Vielleicht wird's ja was beim nächsten Film...
Solche Soundprobleme kenne ich aus eigener Erfahrung ... 8)
Man glaubt dann immer, dass das am billigen Mikro liegt - ist aber meistens nicht der Fall!

Das Problem ist, dass man das Mikrofon direkt am PC anschließt. Im PC ist neben dem Vorverstärker und dem A/D-Wandler auf der Soundkarte auch das PC-Netzteil. Dieses erzeugt dann aufgrund der Nähe das störende Hintergrundrauschen ... :-(

Ich habe mir dann einen externen A/D-Wandler zugelegt (heißt "Edirol UA-3" und war relativ teuer) und die Rauschprobleme waren wie weggeblasen ... :supergrin:

In diese Richtung solltest du vielleicht mal was suchen (z.B. externe USB-Soundkarte - gibt's als Kategorie sogar bei eBay) - man sollte die allerdings nur an einem USB-Kabel betreiben, um sie nicht doch zu nah am PC-Netzteil zu haben ...

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Beitragvon zottel » 23.05.2007, 23:33

Boettcher Productions hat geschrieben:Ich habe mir dann einen externen A/D-Wandler zugelegt (heißt "Edirol UA-3" und war relativ teuer) und die Rauschprobleme waren wie weggeblasen ... :supergrin:

In diese Richtung solltest du vielleicht mal was suchen (z.B. externe USB-Soundkarte - gibt's als Kategorie sogar bei eBay) Dirk.

Ich will mir demnächst die Edirol FA-66 zulegen. Ist auch eine externe Soundkarte, allerdings per FireWire angeschlossen (ich hasse USB...). Ich musste feststellen, das die Preise in der EBucht absolut indiskutabel sind. Ich habe die Angebote über ein paar Monate beobachtet und ich habe keins gefunden, bei dem es günstiger gewesen währe als wenn ich es mir bei einem anderen günstigen Versender bestellt hätte. Noch dazu sieht es bei vielen eBay angeboten mit der Garantie Essig aus. Ich werde auf jedem Fall bei einem "richtigen" Händler bestellen.
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Beitragvon Boettcher Productions » 23.05.2007, 23:43

Holgor hat geschrieben:Dass man das Tesafilm so stark sieht (beim Podest und den Filmplakaten) stört mich auch, hat mich nur damals beim Filmen nur irgendwie nicht genug gestört...

Ich meinte eher, dass die Zahlen am Podest wie handgeschrieben aussahen, während z.B. das Schaufensterschild "Lego supergünstig" (oder so ähnlich) gedruckt war ...

Ich selbst klebe solche "Schilder" immer mit einem Pritt-Stift fest. Das lässt sich hinterher ganz leicht wieder abziehen und Klebereste kann man evtl. mit Wasser entfernen ...

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Beitragvon Mirko » 24.05.2007, 01:18

Holgor hat geschrieben:Wollte halt nur am Anfang den Zusammenhang erklären, dass der Film das Maximum meiner Fähigkeiten darstellt.

Nein, tut er nicht. Überleg mal, was "About a Door" losgetreten hat und wie die Leute auf "A Dangerous Calling" reagiert haben. Man mag Deine Einfälle und Geschichten. Und ich würde sagen die Komik in Deinen Filmen lebt von einer gewissen Langsamkeit (die beiden Feuerwehrmänner müssen so lahm sein, sonst ergibt der Film keinen Sinn, genauso wie die Debatten in About a Door). Das Problem mit Deinem Steinereibeitrag letztes Jahr war, dass er nicht komisch war und trotzdem langsam.

"Was wäre wenn" ist nun zwar komisch, aber die Langsamkeit passt hier leider überhaupt nicht zum Plot: Der Kern des Films sind zwei atemberaubende Rennen durch die Stadt, Action pur, ohne Atempause für den Zuschauer. Oder so ähnlich. Aber der Film erstickt das leider in der übertriebenen Wiederholung und dem langen Rückspulen. Da wäre mehr Präzision gefragt. Welche Einstellungen sind wirklich wichtig? Das Rückspulen wurde ja schon diverse Male angesprochen, aber z.B. auch die langen Überlegungen nach dem zweiten Anruf bereiten den Zuschauer nicht auf das vor, was jetzt eigentlich kommen sollte: Der Typ hat gemerkt, dass er sich beeilen muss also sollte er sich jetzt besser... beeilen.

Die Kritik an dem Film ist aber doch in keiner Weise vernichtend, die Probleme hätten sich durch etwas selbstkritischereres Anschauen im Nachhinein lösen lassen. Die Grundelemente, die der Film braucht sind jedenfalls da: der Grundplot ist an sich gut und liegt wieder auf Deinem anerkannt hohen Niveau (schöne Pointe z.B. mit der Begegnung am Schluss und auch der Gag mit dem zu frühen Abspann), sehr schöne Stunts und was am wichtigsten ist: da wo der Film schnell sein will ist er das auf hervorrangende Weise - die Laufszenen inklusive über den Asphalt schlittern und zerteilen haben jedenfalls ein richtig gutes Tempo und sind klasse umgesetzt.

Es ist alles da, was der Film braucht, es ist nur leider noch mehr da. Und genau das zu ändern, darin sollte beim nächsten Mal Dein Fortschritt liegen. Oder wieder einen Plot erfinden, der langsam sein muss. Das ist noch lange nicht das Maximum.

Mirko

PS: Ja, kauf Dir mal richtiges Audioequipment :).
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